VWL- Nachfrage

Ich habe mich heute etwas mit der Nachfrage und der Nachfragekurve beschäftigt. Diese Kurve zeigt auf, wie viel die Nachfrager, zu welchem Preis bereit sind, zu kaufen. Damit das ganze nicht zu kompliziert wird, werden die Wirkungen der Einflussgrössen immer einzeln betrachtet. Man trifft die Annahme, dass sich immer nur eine Einflussgrösse ändert, alle anderen bleiben gleich. Diese Annahme nennt man ”ceteris paribus”Verschiedene Einflussgrössen bestimmen also den Verlauf und die Verschiebung der Kurve.

 Preis des Gutes:

Zu Verschiebungen auf der Kurve kommt es hauptsächlich wenn der Preis des Gutes, das betrachtet wird, sinkt oder steigt. Nehmen wir an, dass der Preis einer Wassermelone 30 CHF ist. Die Nachfrage ist dann verschwindend klein, wir würden kaum Melonen kaufen. Anstatt Melonen kaufen wir lieber Aepfel. Sinkt nun der Preis der Wassermelonen auf 10 CHF, werden wir automatisch mehr kaufen und die nachgefragte Menge steigt. Sinkt der Preis nun weiter, ist irgendwann der Punkt erreicht bei dem wir keine Melonen mehr kaufen wollen.  Der Sättigungsgrad ist erreicht und wir können keine Melonen mehr sehen.

 Preis anderer Güter:

Die Kurve selber kann sich aus verschiedenen Gründen verschieben. Sollte sich ein Substitutionsgut verteuern, steigt die Nachfrage, wird es billiger sinkt sie. Steigt jedoch der Preis eines Komplementärgutes, sinkt auch die Nachfrage nach unserem Gut. 

Zu unseren Melonen. Steigt der Preis von Honigmelonen(Substitutionsgut), steigt die Nachfrage nach Wassermelonen und umgekehrt(Substitutionseffekt). In diesem Fall verschiebt sich die Kurve nach rechts.                                                                                                                                  Angenommen ich brauche, um die Melone aufzuschneiden, ein spezielles Messer (Komplementärgut) dessen Preis steigt, sinkt die Nachfrage nach den Melonen. Hier verschiebt sich die Kurve nach links.

 Gründe für eine Rechtsverschiebung:

  • Sinkende Preise bei Substitutionsgüter
  • Steigende Preise bei Komplementärgüter
  • Höhere Nutzeneinschätzung
  • Steigendes Einkommen Erwartete Preiserhöhung

Gründe für eine Linksverschiebung:

  • Steigende Preise bei Substitutionsgüter
  • Sinkende Preise bei Komplementärgütern
  • Tiefere Nutzeneinschätzung
  • Tieferes Einkommen
  • Erwartete Preissenkung

 Nutzenvorstellung:

Die Nutzenvorstellung beeinflusst den Entscheid etwas zu kaufen. Brauche ich ein neues Velo, und was nutzt es mir. Immer im Zusammenhang mit dem Preis. Schätzen wir den Nutzen eines Gutes tiefer ein als bisher, wird sich die Kurve nach links verschieben, bei höherer Einschätzung nach rechts.

 Einkommen:

Das Einkommen, oder Vermögen, schränkt uns ebenfalls ein. Es beeinflusst sicher auch unsere Vorstellung vom Nutzen für ein Gut. Wird sich unser einkommen erhöhen, verschiebt sich die Kurve nach rechts, da wir mehr ausgeben können. Sobald das Einkommen aber sinkt, gibt es eine Linksverschiebung.

 Mit dieser Kurve kann man herausfinden wie gross der Grenznutzen eines Gutes ist.

 

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